Die Klinikums-Küche: Masse und Klasse
Shownotes
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00:00:10: Neun Uhr morgens auf Ebene zwei im Klinikum.
00:00:12: Hier piepst kein Monitor und keinen Patientenruf, aber es geht trotzdem heiß her!
00:00:17: Unsere Küche verlassen jeden Tag um die dreitausend vierhundert Mahlzeiten.
00:00:21: Dafür verantwortlich ist Wolfgang Escherich mit seinem hundertzehnköpfigen Team.
00:00:26: Heute nimmt sich der Küchenchef Zeit für unseren Podcast Mediziner Miko und für einen Blick in seinen Reich – und vielleicht in den einen oder anderen Topf.
00:00:34: Hier geht's um Gesundheit und spannende Geschichten.
00:00:39: Mein Name ist Stephanie Schreder.
00:00:41: Herr Escherich, danke, dass ich komme!
00:00:43: Ich sage Danke, dass sich die Möglichkeit habe auch mal die Küche zu präsentieren im Klinikum Pausen.
00:00:47: Ja
00:00:47: das ist sehr interessant und wichtig.
00:00:49: Wir fangen mit dem Wichtigsten an Herr Eschereich.
00:00:51: was gibt es denn heute?
00:00:52: Und für wie viele Menschen kochen Sie das?
00:00:55: Heute ist Dienstag, heute gibt's Casper jetzt Knödel mit Gemüsestreifen, heute gibts eine selbstgemachte Grischnüsse und Fleischpflanzen mit Kartoffel, Touré- und Champignonsraumsose.
00:01:04: Und draußen für den Mitarbeiter wird extra gekocht täglich.
00:01:08: Da gibt's einen Putenbraten.
00:01:12: Wie viele Menschen geht das jetzt raus?
00:01:14: Und an wie viele Einrichtungen, weil wir kochen ja nicht nur fürs Klinikum.
00:01:17: Wir haben mehrere Einrichtung.
00:01:20: Das ist Hauptsache.
00:01:21: Dann haben wir unser Kinderklinik und unsere Helge-Klinik.
00:01:25: Die wollen wir auch von hier versorgen.
00:01:26: Dann noch zwei hauseigene Kindergärten.
00:01:30: Das geht von hier alles raus.
00:01:33: Einer der größten Küchen im Passau wahrscheinlich
00:01:35: gar.
00:01:36: Es ist einer der größten Küchen gegessen.
00:01:38: Die größte Küche ist die Uni, von den Essensteilnehmern her ist es die Uni und wir.
00:01:44: von den Mahlzeiten sind's aber mehr.
00:01:46: Mit Frühstück und Abend ist das einfach.
00:01:49: Die meisten Patienten können sie bei uns im Speiseplan doch selber aussuchen was sie möchten.
00:01:55: Wir können ja immer wählen.
00:01:56: Bei anderen entscheidet er die Krankheit oder einfach der Gesundheitszustand, was sie essen können und was sie dürfen.
00:02:02: Wie viele Kostformen gibt es denn bei uns?
00:02:04: Und wer schaut, dass jeder das bekommt, was er braucht?
00:02:07: Also wir haben siebzehn verschiedene Kost-Formeln laut DGE.
00:02:11: Die haben wir eingeführt im Haus.
00:02:12: Bei uns ist es aber auch noch mal zu differenzieren.
00:02:16: nicht jeder Patient, wenn ein Anderes kann gleich das Menü wählen, was man haben möchte sondern dadurch, Von zwölf Stunden circa müssen wir schon heute wissen, was der Morgen ist.
00:02:28: Also wenn er heute früh anreist kann es sich fürs morgen das Mittagessen noch nicht aussuchen.
00:02:34: Da bekommt ein sogenanntes Zugang zu essen.
00:02:36: Das ist eine Vollkost, eine verträgliche Vollkast.
00:02:40: Sollte er dann Unverträglichkeit haben wie Lactose, Gluten
00:02:44: etc.,
00:02:44: macht das entweder der Arzt und da kommen wir von der Dietabteilung Ich war auch bei mir in der Küche angesiedelt, wie Herrn Steininger als Leitung.
00:02:53: Die das dann überprüft und schaut, dass wir die richtige Kost von ihm kochen können.
00:02:58: Wir können ja nur kochen wenn wir wissen was wir kochen könnten.
00:03:00: Na klar!
00:03:02: Unser Speiseplan ist ja recht abwechslungsreich.
00:03:04: Keiner muss jetzt Sorge haben, dass es alle drei Tage das Gleiche gibt.
00:03:08: Was muss ein Gedicht haben damit's bei uns im Speisekrank kommt?
00:03:11: Das ist bei uns gar nicht einmal so einfach weil wir ja zertifizierte Ernährungsklinik sind.
00:03:16: Das bedeutet, wir können nicht einfach aufschreiben was wir wollen.
00:03:20: wie es uns gefällt und auch kochen, sondern wir haben auch Richtlinien.
00:03:24: Das bedeutet, wir dürfen nur mit maximal sechs Gramm Salz für den ganzen Tag rechnen für einen Patienten.
00:03:31: Das
00:03:31: klingt jetzt gar nicht so wenig, aber wahrscheinlich ist es sehr wenig?
00:03:35: Es ist sehr wenig!
00:03:35: Wir müssen sehr viel mit Reuterpfeffer und anderen Gewürzen arbeiten.
00:03:40: Dann müssen wir schauen, ist er ausgewogen?
00:03:43: sind hundertzwanzig Gramm Gemüse Eiweißkohlhydratis Die Big Seven müssen wir abbilden.
00:03:48: Was sind die Big Seven?
00:03:50: Das sind Kohlhydrate, Eiweiß, Vitamine, Palaststoffe usw.
00:03:55: Fette und das geben wir alles durch.
00:03:59: dann gehen wir das auch mit der Diätabteilung durch.
00:04:01: Dann müssen wir es probekochen.
00:04:03: funktioniert's überhaupt dass meistens dann die Probanden sind dort unsere eigene Mitarbeiter Okay Und dann können wir sie auf dem Fließband abbilden.
00:04:11: da haben wirs auch anrichten können in dieser Zeit was wir haben.
00:04:16: Das ist eine
00:04:17: ziemlich hohe Hürde und ziemlich viel Rechnen, bevor das Eingang
00:04:21: mit mir fährt.
00:04:21: Und dann kommt ja noch den Zug.
00:04:22: Wir müssen eine allergenische Verordnung ja nachdenken und auch schauen ob es von der Hygiene auch hergeht weil wir können zum Beispiel ein gewisser Zugangsessen dürfen keine Pilze sehen dürfen keine Kompotte dabei sein usw.
00:04:35: Also ist nicht so einfach.
00:04:36: Sachen wo viele Menschen doch allergisch sind dürfen da nicht rein.
00:04:39: Und wenn man das alles hört, was sind denn die Gedichte, die es hier drinnen nie geben wird?
00:04:44: aus diesen Gründen?
00:04:45: Was ist nicht geeignet für Krankenhausküchte?
00:04:47: Thomas.
00:04:52: Oder sind die Stehzeiten der Grund?
00:04:54: Es ist einfach Brandschutz, ein ganz großes Thema auch in der Küche.
00:04:58: Wir brauchen dafür eine eigene Fritteuse und eine Löschanlage dazu, dass wir sie ausbetreiben dürfen.
00:05:04: Und dann, wenn die Pommes unter der Glosche aufgedeckt sind, ist die Pomme nass und fahrt nicht mehr knusprig wie sie gehört.
00:05:13: Keine Pommes im Krankenhaus!
00:05:16: Bevor Sie und Ihre Köche morgens anfangen, die Mittagsgerichte erfrisch kochen, passiert ja vieles am Planung.
00:05:22: Sie haben vorher schon gesagt es ist zwölf Stunden Vorlauf für die Bestellungen.
00:05:27: Was gehört jetzt alles zu Ihren Aufgaben außerhalb der Küche?
00:05:30: Welchen Weg nimmt dieser Produkt hier bei uns vom Einkauf bis auf den Teller?
00:05:35: Als Hersteller haben wir den Speiseplan.
00:05:38: dann brauchen wir gewisse Kennzahlen.
00:05:39: wie viele bestellen wir eigentlich?
00:05:41: weil wir wissen ja nicht Wir sind morgen irgendwo im Umfall, es sind mehrere Patienten da.
00:05:47: Sondern wir müssen ja immer irgendwie kalkulieren was wir bestellen, dass wir auch nicht zu viel bestellen.
00:05:51: Es geht auch um Nachhaltigkeit und sonst was.
00:05:54: Dann machen wir eine Ausscheidung an unsere Metzgern.
00:05:57: Wir haben noch regionale Metzgerne die schreiben aus, die bewirben sich dann drauf.
00:06:03: Sie wissen unsere Qualitätstufen, was wir von Haus haben möchten.
00:06:07: Und dann kommt die Ware, da muss sie kontrolliert werden.
00:06:10: Passt die Temperatur?
00:06:12: Passt das MHD und so weiter.
00:06:15: Und passt der Zuschnitt auch vom Fleisch her?
00:06:17: ganz wichtig.
00:06:20: Dann geht es eigentlich immer in die Produktion.
00:06:22: Dann brauchen wir auch die Person dazu, die daheim sollte.
00:06:25: um sechs Uhr früh ... Und dann ergibt sich der Tag.
00:06:31: Sexer
00:06:31: früh ist Dienstbeginn ja!
00:06:32: Weil sie einen Einkaufsagssprache haben, wir haben hier einige Zahlen aus unserer Großküche die absolut beeindruckend sind.
00:06:37: Im Jahr gehen neunundsechzigtausend und vierzig Stück Fruchtjoghurt durch unser Haus.
00:06:43: Achttausenden fünfhundertneunund sechzig Kilo Schweinefleisch, das entspricht neunzig ganzen Schweinen und ganze rund sechzehntausende Stück Gurken.
00:06:51: Das wären fünf Kilometer Gurke wenn man es aneinanderleiht.
00:06:54: Das sind ja ihre Zahlen, gell?
00:06:57: Sie haben jetzt logischerweise an Kostenrahmen fürs Essen, aber es gibt ja das Thema Nachhaltigkeit.
00:07:01: Sie haben's eh schon angesprochen.
00:07:03: So wenig wie möglich Lebensmittel sollen in der Tonne landen?
00:07:06: Wie können sie das
00:07:07: beeinflussen?".
00:07:09: Ein großer Einflussfaktor ist der Einkauf, dass wir wirklich mal schauen, okay, wie viel brauchen wir?
00:07:15: einfach, wo sind unsere Kennzahlen drum?
00:07:18: auch dieses Zugangssessen oder ein Patient leider sehr eingeschränkt ist die ersten zwölf Stunden, aber das macht sehr
00:07:24: viel.".
00:07:25: Und dann gibt es auch die Mitarbeiter von der Station.
00:07:29: Auch das Teleprotokoll, dass das geführt wird.
00:07:32: Teleprotokol
00:07:32: heißt?
00:07:33: Es wird immer vor jedem Patient nach dem Essen die Klosche hochgehoben und geguckt hat er aufgegessen.
00:07:40: Er braucht nur eine halbe Portion und sonst was.
00:07:45: Das wird an uns weitergegeben und somit können wir Zielgerichte anrichten Und somit können wir auch zielgerichte kochen.
00:07:51: Wir kochen ja just in time, wir kochen nichts vor.
00:07:54: Um sechs Uhr beginnt die Produktion und um elf Uhr geben wir frisch aus.
00:07:58: Das macht uns auch ... das kennt man an der Qualität.
00:08:03: Auch vom Essen her ist es ein brutaler Benefit.
00:08:06: Es wird nicht gekühlt, noch mal gechillt, nochmal regeneriert oder sonst was.
00:08:11: Sondern der Kochprozess geht wie im Restaurant durch.
00:08:13: Die Bestellung kommt und um elf Uhr geht die raus.
00:08:15: Es sind fünf Stunden für knapp sechsehundert Mittagessen total?
00:08:20: Wahnsinn.
00:08:21: Ja Herr Escher, jetzt gibt es ja nicht nur das Essen, das an die Stationen geht und dass man so denkt wir haben unser Cafeteria, wir haben um Vorstationen, Serviceassistenten.
00:08:30: was hat's denn damit aus auf sich?
00:08:32: Also wir haben ja die Cafeterie wird auch von der Zentralküche hier versorgt komplett also wir machen auch alles hier selbst.
00:08:39: Wir belegen hier die Sandwiches, wir belegen die Leberkass-Sammel.
00:08:44: Wir parken den Leberkas auf und machen alles hier.
00:08:48: Dann haben wir einen ganz großen Postenkomfort.
00:08:51: Also Privatpatienten gibt es eine eigene Station dafür, wo diese Wünsche auf ein Teller bringen.
00:08:59: Und wir haben da auch eine ganz eigene Karte für die Wechseln alle drei Monate.
00:09:06: Da schauen wir natürlich ... Was gibt die Saison her?
00:09:09: Was gibt der Trend her und was können wir leisten.
00:09:12: Wir haben auch schon gehabt, mit Steckerleis haben wir selbst gemacht, wir haben Soufflé selbst gemacht für die Komfort-Patienten.
00:09:19: Wir hatten Salzschokoladen schon gemacht.
00:09:22: also wirklich da haben uns immer ... da lassen sie sich wirklich etwas einfallen.
00:09:27: Da ist der Herr Paasberger, der Herr Martin Krosch und auch Frau Fauchner rechter hinter das da immer wieder was Neues am Teller hat.
00:09:34: Aber trotzdem gelten die gleichen medizinischen Anforderungen.
00:09:37: Auch da sechs Gramm Salz?
00:09:38: Genau, die galten genauso und da können wir aber auch keine Unverträglichkeit aufbilden.
00:09:45: Wenn er einen Komfortpazit hat, dann müssen wir wieder auf den Standard zurückzugreifen.
00:09:50: Da kann man einfach in dieser Qualitätsklasse immer spielen.
00:09:53: Aber unser Standard ist ja gerogen?
00:09:55: Nicht schlecht, sagen wir mal so!
00:09:58: Dann kommt natürlich auch die Serviceassistenten, die für den Komfort da sind.
00:10:02: Die können auch zur Küche.
00:10:04: Das sind auch dabei, wo dann Wünsche aufnehmen und ein Kaffeeservice machen für die Komfortpatienten auf der Komfortstation.
00:10:11: Ja das gehört alles noch dazu.
00:10:13: was außerhalb der Küche sieht auch noch auf.
00:10:16: Herr Escherich genannt sie uns weil unsere Zuhörer können es ja nicht sehen einfach einen groben Überblick geben was in ihrer Küche alles an Technik da ist.
00:10:24: also was haben wir da?
00:10:25: Was braucht man da?
00:10:27: Der zentrale Punkt ist einmal die Hauptküche.
00:10:30: Sie müssen sich vorstellen, wenn man sich so eine Hauptkühle vorstellt in der riesengroße Fläche.
00:10:34: Wir haben ein dreizehn Meter langes Fließband in der Mitte der Küche wo wir hier die Speisen anrichten und wir haben eins der schnellsten verteilt bei Deutschland.
00:10:44: Wir schaffen nämlich siebzehn komplette Minüs in einer Minute.
00:10:48: das bedeutet super Hauptgang des sehr Salat Diese vier Komponenten auf einem Tablet, siebzehn Mal in einer Minute.
00:10:58: Kann ich
00:11:00: mir nicht vorstellen?
00:11:01: Ja, aber wir haben eins der schnellsten Bänder.
00:11:03: Das ist eigentlich der zentrale Ausgabepunkt und da spielt sich das Ganze ab.
00:11:06: Dann haben wir drei riesengroße Spülmaschinen bei uns jetzt eine Spülmachine zwölf Meter lang.
00:11:12: Wir haben drei Öfen wo man sich zu dritt reinstellen kann in einen Ofen wo man sich reinstellen kann, und der versorgt die Patienten.
00:11:22: Ist
00:11:23: sie ein Schneebesen?
00:11:23: Der ist ungefähr einen Meter lang.
00:11:26: Das ist aber nur kleiner.
00:11:27: Wir sind bis zu einem Meter sechzig.
00:11:31: Wir haben eine Schöpfkelle, da gehen ungefähr sechs Liter Flüssigkeit rein in einen Schöpfer.
00:11:36: Ja, es sind einfach große Dimensionen.
00:11:38: Aber wir haben auch ganz kleine.
00:11:40: Wir ham auch ganz Kleine zum Portionieren wie z.B.
00:11:44: unser Feinfassiten mit einer ganz kleinen Mixtape, ganz kleinen Schöphkelle als der Haus gebraucht war.
00:11:51: Die Pinzette aus der Spitzen-Gastronomie liegt da
00:11:54: noch herum?
00:11:55: Genau, wie die große Zange.
00:11:59: Zu Ihnen selber, Herr Escherich, Sie waren ja nicht immer Küchenchef bei uns im Klinikum.
00:12:02: Was haben Sie denn vorher gemacht?
00:12:04: Ich komme aus der offenen Gastronomie, ich komme auch aus einer Gastronomie-Familie.
00:12:08: Meine Eltern haben ein Hotelbetrieb und einen Gasthof in Wegscheit.
00:12:12: Also ich komme direkt aus der Pieke und bin dann nach Österreich.
00:12:17: Ich bin dann in der Spitzengastromie gelandet, Zeitlang mit Michelin Stern gekocht und sonst was.
00:12:23: Und irgendwann kam der Ruf wieder zurück ein bisschen in die Heimat zu kommen.
00:12:26: Da war die erste Küchenchef-Anstellung im Waldkirchen damals.
00:12:33: Dann ging ich in die Gemeinschaftsverpflegung, da war ich in der Bavaria-Klück-Küchenleiter... ...und dann ist das hier angeboten worden und habe mich beworben drauf.
00:12:44: Ja, seitdem bin ich hier!
00:12:47: Ist irgendwas ganz anderes, als was es vorgestellt hat?
00:12:49: Oder ist das jetzt einfach ...
00:12:51: Am Anfang war's natürlich erschlaugend.
00:12:54: Diese Größenordnungen wie die Großküche, obwohl auch schon vier Jahre vorher die Küchenleute in einer gewissen Gemeinschaft verfliegen waren.
00:13:01: Einfach diese Größe so erschlauchend!
00:13:04: Und was ich hier im Klinikum brutal toll finde, sei das dass einfach das Essen einen Stellenwert hat hier im klinikum und auch zur Genesung beiträgt und somit auch wir vom Klinikum her von der Küchenseite her Auch noch sehr schön kochen können, Freihand.
00:13:18: Wir haben frisches Fleisch, keine Tickhaarfleisch.
00:13:21: Jetzt sieht man wir können uns in einem gewissen Kostenrahmen frei bewegen und das tut uns sehr gut und tut auch für mich gut.
00:13:27: Kann ich mir vorstellen dass es für die Motivation wichtig ist, dass man nicht Päckchen aufreißt?
00:13:31: Und man liest ja immer wieder ein Stimmter wirklich!
00:13:33: Wir kriegen so gute Rückmeldungen auf die Küche.
00:13:36: Das ist wirklich
00:13:37: so.
00:13:37: Da sind wir auch extrem stolz drauf, bei uns geht auch sicher mal was schief und es geht auf sicher Patienten, wo's nicht so schmeckt oder sonst was.
00:13:47: Bei
00:13:48: fast ... also bei sixhundert Betten ist das so.
00:13:51: Sie haben erwähnt Sternegastronomie?
00:13:52: Was war denn ein Höhepunkt in ihrem Berufsleben vielleicht auch bei uns oder draußen?
00:13:57: Und was ist vielleicht zu richtig schiefgegangen?
00:14:02: Schiff gegangen, schiff gegangen.
00:14:03: Ich weiß nicht mehr, woher man in Ischgl war und Sampe Luglino gehabt hat.
00:14:07: Das weiß ich noch heute noch.
00:14:08: Dann hat man Gänselstoff lieber Törtchen gemacht ... Und ein Kollege von mir hat sich die Schuhe in der Nichtrichtung gebunden.
00:14:15: Er musste über die Treppe gehen und hatte das ganze Blech mit hundertzwanzig Portionen Gänseleber-Törtchen über die treppen verteilt.
00:14:22: Wir hatten nur noch zwei Stunden bis zu einem Wiss.
00:14:25: Wir haben es dann geschafft, aber fragen Sie nicht mit wie und wie viel Manpower da dahinter steht.
00:14:30: Ja,
00:14:30: um welche Warenwerte auf der Zeit begelandet ist?
00:14:33: Highlight war natürlich in meiner Draußengasse.
00:14:35: Mir war das Fernsehen gekocht im Restaurant Verdi.
00:14:43: Auftritt bei Heimatleuchten war ein großer Auftritt.
00:14:47: Und Radiokochschuhe und Kochkurse selbst gegeben auch noch.
00:14:50: Also das war Highlight von draußen.
00:14:52: und hier ist eigentlich das Highlight... Das Haus immer weiterzuführen, also auch vor dem Klinikum.
00:14:57: Wie ich angefangen habe von Kochen her und auch die Köche, die wir da alles mitmachen.
00:15:02: alleine geht es nicht.
00:15:03: Es geht nur im Team.
00:15:05: Man ist so stark wie das Team aber die ziehen damit... Wir machen unsere Feinpassierten jetzt selbst!
00:15:11: Wir machen Soßenansätze wieder selbst.
00:15:14: Wir machen unseren Suppen zu einem Neunzig Prozent selbst.
00:15:17: natürlich haben wir aufkombinen.
00:15:18: Jetzt geht auch nichts anders bei dieser Größenordnung Aber wir haben das schon noch mal auf einer ganz anderes Leben gehabt.
00:15:23: Das klingt auf jeden Fall so, und es schmeckt man auch als Mitarbeiterin!
00:15:27: Und wenn bei uns mal was vielleicht nicht ganz so funktioniert wie es soll würde passieren... Man wird's trotzdem so hinbekommen dass der Patient nicht merkt oder?
00:15:37: Es wird jetzt kein Lehrer-Teller.
00:15:39: Nein, nein, das wäre der Schlimmste gar.
00:15:42: Wir sind verpflichtet hier eine Versorgung aufrecht zu erhalten, wenn etwas bei uns passiert.
00:15:47: Da müssen wir unsere Fehler ausprügen.
00:15:49: Es ist bei uns auch schon mal was passiert, dass man z.B.
00:15:52: die Lieferungen, wo wir bekommen, am gleichen Tag Lieferung ... Wir haben dann keine Lieferung bekommen während Corona und da muss man schon schauen.
00:16:04: Darum steht immer im Speiseplan ganz unten Änderung vorbehalten weil wir natürlich schauen, dass wir etwas anderes zu kochen haben.
00:16:11: Wenn dann was anderes auf dem Teller ist, weiß der Patient, da hat man kurzfristig umdisponiert lassen?
00:16:18: Zum Schluss von jeder Podcast-Folge spielen wir immer so eine kleine Runde dies oder das, wo es einfach schnelle Fragen, schnelle Antworten gibt.
00:16:25: Wo man oft zu Klischees aus dem Bereich abklopfen.
00:16:28: Es gibt auch das Küchenklischee.
00:16:30: in der Küche ist der Ton manchmal rau.
00:16:32: Vielleicht fliegt da mal was aber man hält zusammen.
00:16:35: Das ist genau so wie wenn man sagt in der Kirche ist es einfach rauer.
00:16:39: Es weiß einfach dieser Zeitpunkt ist der immense Zeitraum und muss ganz klar sagen hier gibt es halt wenig Bitte und Danke und könntest du jetzt sofort und mach.
00:16:48: Ist so, aber im Großen und Ganzen ist das ein Haufen der zusammenhält und für jeden würde ich die Hand ins Feuer legen wenn irgendwas ist, die gehen durch dick und dünn wenn was ist.
00:16:57: Wir lassen hier keinen liegen oder sonst was in dem Dreck stehen sondern wir helfen zusammen
00:17:03: und das macht
00:17:04: eine Küche aus!
00:17:05: Nur so funktioniert auch
00:17:06: eine Küchel.
00:17:06: Wer Interesse hat man könnte sich bewerben als Koch im Klinikum.
00:17:10: So wie er es nicht.
00:17:12: Klischee, Krankenhausküche ist immer fahrtgeblürzt Nicht bei uns, oder?
00:17:18: Ist ein T-Shirt kann man auch fast so sagen mit sechs Gramm Salz am Tag.
00:17:22: Über den ganzen Tag ist das nicht viel bestimmt aber man kann sich anders behelfen mit Gewürzen, Pfeffer, Zymian und Kräutern.
00:17:32: Aber manchmal ist es einfach so dass der Patient durch die Medikamentation der Geschmacksniff beeindruckt ist und deswegen auch das Fischelfahrt findet.
00:17:41: das Ganze kann natürlich auch sein oder wir haben zu schlecht gewürzt.
00:17:45: Ah,
00:17:46: niemals!
00:17:47: Ja, Köche sind ja kritische Gäste nämlich an was würden sie jetzt wenn Sie Patient wären?
00:17:51: Was Ihnen keiner wünscht?
00:17:52: aber was würden Sie am liebsten bestellen?
00:17:55: Schnitzel.
00:17:57: Ein Lieblingsessen ist Schnitzeln und das will es auch immer bleiben.
00:18:00: Ohne Pommes.
00:18:01: Leider.
00:18:03: Aber gute Braukartoffeln dazu würden wir auch schon.
00:18:05: Und das können wir auch, oder?
00:18:07: Genau?
00:18:08: Ja wunderbar, danke für diesen Einblick her Escherich in die Küche von unserem Klinikum wo pro Tag drei Tausend Vierhundert Essen rausgehen und wo insgesamt über hundert Leute zusammenarbeiten.
00:18:19: Das war Medizin am Mikro und ich bedanke mich fürs Zuhören.
00:18:22: Danke schön für die Zeit!
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