Unser Klinikum heute und morgen

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00:00:05: Sein erstes Jahr als Werkleiter ist fast rum, der Neue ist er längst nicht mehr.

00:00:09: Wir reden heute im Podcast mit unserem Werkleister Dr.

00:00:12: Holger Otto darüber was aufs Klinikum anneum zukommt sei es medizinisch technisch oder vielleicht auch politisch und wir stellen ihm die Fragen die sie uns geschickt haben.

00:00:22: herzlich willkommen zum Medizin am Mikro.

00:00:25: bei uns geht's um Gesundheit um spannende Geschichten und Einblicke ins Klinikumpassau und um die Menschen, die es ausmachen.

00:00:32: Schön dass Sie da sind!

00:00:33: Mein Name ist Stefanie Schreder.

00:00:35: Lieber Herr Dr.

00:00:36: Otto bevor wir jetzt in die ernsten Themen einsteigen wie sind sie nach einem Jahr da?

00:00:41: Wie sind Sie reingekommen bei uns in Passau?

00:00:43: Ja erstmal Hallo an alle und Dankeschön auch liebe Frau Schreders sich die Zeit nehmen und das wir hier in diesem Podcast einmal zusammenkommen ja bin ich angekommen eigentlich eigentlich weiterhin sehr gut ist jetzt der erste Jahr allerdings Ich gehe ja manchmal da am Inn entlang Joggen und wer treffe ich?

00:01:02: auch den einen oder anderen, der dann zum Klinikum radelt oder vom Klinikum kommt.

00:01:06: Und ich muss ganz ehrlich sagen, jetzt ist ja die Frühlingszeit und da genieße ich das.

00:01:11: Wir haben morgens da so ein bisschen meine Runden zu drehen.

00:01:14: Da ist mir doch tatsächlich passiert... ...da hat mich eine Krähe attackiert!

00:01:20: Die kam von hinten im Sturzflug an und hat irgendwie mich als störend und als feind irgendwie gesehen.

00:01:28: Ich bin doch nur hier aus Oberfranken nach Niederbayern gekommen, also so viel Schlimmes habe ich doch gar nicht gemacht.

00:01:35: Und ich hab dann nachgelesen, also Krähen brüten zur Zeit und sie entdecken dann doch oder wollen ihre Brut einfach schützen und auch... ...ich bin nur auf dem Innenweg da lang und das sind ja auch andere Radfahrer, andere Jocker die haben diese Kräher-Attacke nicht erlebt, nur ich habe sie erlebt Und ich muss ganz ehrlich sagen, die sind ja gelten als sehr schlau und intelligent.

00:02:00: Die haben mich nämlich.

00:02:01: auf dem Rückweg hat sie mich wieder so attackiert.

00:02:05: Das heißt bei denen bin ich jetzt im Fokus.

00:02:07: Ich renne jetzt in Jogh jetzt anders lang.

00:02:10: aber das war eigentlich die einzige negative Begegnung dass man mich angegriffen hat.

00:02:15: Ich würde sagen auf ihre Frage, ich bin gut angekommen fühle mich wohl bis auf die Inkrähe die hoffentlich ihre Brut gut aufziehen kann, ist alles in bester Ordnung.

00:02:28: Das ist gut zu hören und da kann man meist sehen wie Naturnauwe hier ist.

00:02:32: Also ich weiß nicht... Da denkt man wirklich an Alfred Hitchcock, das ist beängstigend.

00:02:36: Auf jeden Fall!

00:02:36: Die verletzen nicht.

00:02:38: Man kriegt dann den Ratschlag wenn man fragt das Internet was macht man gegen Krähenangriffe?

00:02:44: Man sollte zumindest nichts zurückschlagen.

00:02:47: Es ist ja reflexartig dass man zurücksteckt.

00:02:49: Das würde sie noch mehr aufstacheln.

00:02:50: Man soll es einen Regenschirm Spannend, den habe ich beim Joggen nicht dabei.

00:02:55: Aber es ist alles gut gegangen und mir geht's gut.

00:02:58: Gut zu hören!

00:02:59: Ja dann müssen wir doch ernster werden ja... Es ist erst ein paar Tage her das es vom Klinikum eine Protestaktion gegeben hat der Mitarbeiter gegen die Sparpläne im Klinikbereich dem Raum stehen und die wurde auch ausdrücklich mitgetragen von Direktoradium.

00:03:14: können Sie uns noch mal erklären wie wir konkret als Klinikkum von diesen Plänen berührt werden könnten?

00:03:20: Also, es ist ja irgendwie eine Art Reformwahnsinn der Bundesregierung über die welche sprechen.

00:03:28: Das Problem ist doch Folgendes... Einerseits besteht einfach durch die Wirtschaft und die Verbände, die breite Öffentlichkeit auch vor dem Hintergrund einer lahmenden Wirtschaft in unserem Land.

00:03:40: Die Erwartungshaltung an der amtierende Regierung jetzt endlich mal irgendwas zu machen und diesen groß angekündigten Herbstreformen irgendwie sichtbar werden soll lassen.

00:03:47: Andererseits wünschen wir als Krankenhäuser uns eigentlich etwas mehr Ruhe um einfach wieder in mehr Planungssicherheit zu bekommen.

00:03:55: Ich möchte daran erinnern von Karl Lauterbach geerbt, die große Krankenhausreformen.

00:03:59: Die Leistungskuppenthematik ist ja beschlossen aber noch gar nicht in unserem Leben angekommen.

00:04:07: Das kommt erst ab dem nächsten Jahr und deren Auswirkungen können wir heute nur erahnen.

00:04:15: Die kennen wir überhaupt nicht was da eigentlich für Auswirkung auf unser Klinikum zukommt also welche Leistungen, welche medizinischen Leistungen wir zukünftig ab dem Jahr siebenzwanzig noch machen dürfen und welche wir vielleicht auch nicht mehr machen dürfen so.

00:04:30: Und das alles ist nicht genug.

00:04:34: klar, es wird kommen die Krankenhauslandschaft in Deutschland wird sich spürbar verändern und das werden wir hier in Passau merken.

00:04:39: Das alles ist aber augenscheinlich nicht genug sondern man hat eben jetzt auch noch ein Milliarden Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung erkannt dass man jetzt bekämpfen möchte Und deswegen kommt dieses Beitrags- oder GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.

00:04:57: Und das wiederum, was ja jetzt im parlamentarischen Verfahren ist, ist vor dem April vom Kabinett durchgepeitscht worden, will man fast sagen und soll jetzt auch noch vor der Sommerpause so hört man durch den Bundestag.

00:05:12: Hier haben wir ein großes Problem.

00:05:16: es schimpfen ja alle also GKW Beitragszahler niedergelassene Ärzte, Pharmaindustrie, Krankenhäuser.

00:05:24: Die Bundesregierung sagt, wenn alle schimpfen haben wir ein gutes Gesetz gemacht.

00:05:28: ich weiß nicht ob Güte und Qualität eines Gesetze sich dadurch messen lässt.

00:05:32: das finde sehr grotesken dass möglichst alle schipfen.

00:05:35: aber sei es drum wenn es so kommt und jetzt zurück zu ihrer Frage dann wird vor allen Dingen mit mehrere Aspekte betreffen vor allem das Pflegebudget gedeckelt werden.

00:05:45: das Pflegebudget ist vor fünf Jahren eingeführt worden in Deutschland mit einem ganz klaren politischen Willen und Zweck, nämlich die Arbeitsbedingungen der Pflege strukturell aber eben auch finanziell zu verbessern.

00:06:00: Und das ist geglückt!

00:06:02: Das ist definitiv gegluckt, es arbeiten heute in deutschen Krankenhäusern deutlich mehr Pflegekräfte – Gott sei Dank!

00:06:08: Auch der Ausbildungsberuf hat deutlich an Zuspruch gewonnen als noch vor fünf Jahren Und die Kosten sind natürlich auch gestiegen.

00:06:18: Die Menschen wollen halt klar mehr verdienen und wenn mehr Menschen in einem System arbeiten und mehr verdient, dann steigen die Kosten.

00:06:25: und da sage ich einfach wer die Musik bestellt muss sie halt bezahlen.

00:06:29: Die Politik hat bestellt und bezahlen will sie nicht mehr.

00:06:33: also das ist jetzt das Thema den Krankenkassen ist es zu teuer geworden und deswegen deckelt man das.

00:06:43: Wenn es so bleibt, wie gesagt wir sind ja noch im Verfahren, im Parlamentarischen Genehmigungsverband.

00:06:47: Aber wenn das so bleibt dann wird das Auswirkungen auch hier in Passau haben definitiv.

00:06:53: Sie waren da ganz klar, dass hört man raus.

00:06:56: muss sich denn, wenn das kommt wie geplant eine Pflegefachkraft oder eine Pflegefahrhilfskraft bei uns Sorgen um ihren Job machen?

00:07:02: Klares Nein!

00:07:03: Ganz klares Nein und das ist mir auch sehr wichtig, dass wir darüber sprechen.

00:07:08: Wir haben gemeinsame Arbeitsverträge die beide Seiten erfüllen, lege Kraft wie natürlich Klinikum.

00:07:16: Aber es kann schon sein dass wir beispielsweise bei Nachbesetzungen von freien Stellen in Zukunft zurückhaltender sein müssen.

00:07:26: scheidet also jemand aus kündig geht weg wie auch immer und da werden wir dann wahrscheinlich prüfen müssen ob wir diese nach Besetzung dann bestehenden Pflegebudget-Topf bezahlen können oder nicht.

00:07:41: Wie gesagt, es soll ein Deckel drauf.

00:07:43: Das heißt die Kosten werden festgefroren werden auf einem Niveau und zwar auf dem Niveaux zwanzig sechsundzwanzig Und dieser Geldtopf wird nicht wachsen.

00:07:54: so ist das momentan vorgesehen und insofern kann man natürlich davon ausgehen dass man weiterhin mehr Menschen mit höheren Gehältern aus diesem gedeckelten Topf bezahlen wird können.

00:08:09: Also das kann ein Thema sein, was uns halt schon trifft und wo wir dann halt neu nachdenken müssen.

00:08:18: Da muss man kein Experte sein um zu sehen dass es wirklich etwas ist wovor man bauen sollte.

00:08:23: Ja, jetzt ist es gefühlt die nächste Krise oder die nächste Herausforderung, die das Klinikum für ein weniger Jahre erlebt.

00:08:30: Und auch meistert muss man sagen.

00:08:32: Corona dann die Kostensteigerungen nach dem Ukrainekrieg und alles was damit zusammenhingen Die großen Fahrgezeichen, die es gesundheitspolitisch gibt.

00:08:40: Das Klinikum hat sich ja wirtschaftlich dagegen gestemmt aber es war und bleibt angespannt.

00:08:46: War das eine angenehme Zeit, um bei uns Chef zu werden?

00:08:49: Und ist es immer noch eine anginehme zeit jetzt den Posten zu haben in der Lage.

00:08:53: Ja, ist definitiv eine herausfordernde Zeit.

00:08:56: und aber ja... Es macht mir große Freude!

00:09:00: Und das eigentlich aus ganz einfachem Grunde sind einfach die Menschen, die mich hier begeistern.

00:09:06: Das sind die vielen Gespräche und Begegnungen, die ich täglich erleben darf.

00:09:10: ... wie jeder und jede in seinem oder ihrem Bereich, die er... ...oder sie in diesem Klinikum Verantwortung übernommen hat.

00:09:21: Ganz egal ob es im medizinischen Bereich ist, in der Versorgung,... ...in der Logistik, in einer Verwaltung wo auch immer Technik Schule völlig egal.

00:09:30: Diese Menschen und das spüre ich wollen einfach ihren Beitrag leisten.

00:09:35: Und zwar für das Klinikum und für die Gesundheitsversorgung der Menschen hier in unserer Region und wollen mit dabei sein unseren Auftrag den wir bekommen haben, hier bestmöglich zu erfüllen.

00:09:46: Und deswegen, weil ich eben für dieses Klinikum und diesen Willen spüre und das einfach sehe in meinen Begegnungen mit den Menschen, das erfüllt mich mit ganz großer Freude und gibt mir auch persönlich Kraft dass sich mich zusammen mit diesen Kollegen hier für das Haus einsetzen Und davon finde ich sehr, sehr positiv und schön.

00:10:13: Auch in herausfordernde Lage?

00:10:15: Ja, absolut!

00:10:16: Sie sagen ja oft, sie möchten nicht in Jammerton verfallen.

00:10:19: Was kommt denn in den nächsten Jahren Gutes und Neues auf das Haus?

00:10:22: Und auf unsere Patientinnen und Patienten zu?

00:10:24: Was können wir darüber

00:10:25: sagen?".

00:10:26: Ja, Jammern erleichtert auch manchmal.

00:10:29: Es löst halt keine Aufgaben aber manchmal tut es auch gut.

00:10:32: mal zur Jammern uns darf auch mal sein.

00:10:34: Aber wir sollten tatsächlich nicht im Jammern verfallen sondern Wir sollten tatsächlich den Blick nach vorne richten und das tue ich auch.

00:10:42: schaue Und darauf zieht ja auch Ihre Frage hin auf das, was uns als Chance irgendwie am Horizont entgegen lächelt.

00:10:54: Da gibt es schon einiges zum Beispiel die gute Grundstimmung, die wir im Haus haben.

00:11:03: das als Chance sehen und dass wir uns das bewahren.

00:11:06: Das ist unser großes Pfund, es gibt einen großen Zusammenhalt in diesem Haus und die Menschen kommen hier gerne hin klar.

00:11:16: Es gibt immer Tage wo man sich denkt, mal wieder arbeiten zu Frühschichten, zu Nachtschichten oder Spätschicht oder sonst was schickt aber... Das Grundthema, die Teamstrukturen und auch das Klinikum.

00:11:31: Das ist eben etwas was den Menschen antreibt und was bei uns unbedingt bewahren soll und was unsere große Chance ist.

00:11:39: Und natürlich können wir die Berliner Rahmenbedingungen nicht ändern aber unser gemeinsames Zusammenwirken hier am Klinikum Das können wir bewahren, das können wir verbessern.

00:11:52: Es können wir gestalten.

00:11:53: Das sind wir auch alle für verantwortlich.

00:11:55: Das ist nicht das Thema der Werkleitung.

00:11:58: jetzt guten Zusammenhalt hier zu verantworten.

00:12:01: Das isst die Verantwortung eines jeden, kollegial auf Augenhöhe fair miteinander umzugehen und wir können das.

00:12:10: Das gelingt uns übrigens auch im Vergleich zu vielen anderen Krankenhäusern.

00:12:13: Ich hab einige schon gesehen in meinem Leben sehr, sehr gut.

00:12:17: Und da bin ich extrem stolz und freue mich drüber dass das hier so gut umgesetzt ist und so gut vorhanden ist und deswegen ist mir dafür unser Klinikum in der Zukunft nicht bange.

00:12:29: oder nehmen sie den Medizin Campus.

00:12:32: Da sind zwar noch einige Steine und Hürden auf dem Weg aus dem Weg die weggeräumt werden wollen Aber der Medizin Campus bietet uns, wie ich finde eine ganz tolle Perspektive junger Medizinstudierende hier in unserem Haus auszubilden und auch was den ärztlichen Nachwuchs angeht zu binden.

00:12:53: Nehmen Sie unsere Schule!

00:12:55: Ich habe es vorhin schon gesagt ein hoch attraktiver Ausbildungsberuf.

00:12:58: die Schule ist sehr leistungsstark die Klassen sind gut gefüllt das Lehrer Team ist hoch motiviert freue mich einfach dass wir jungen Auszubildenden Nicht nur in der Schule, aber eben auch in der Krankenpflegeschule eben auf eine tolle Ausbeugungsperspektive bilden können.

00:13:16: Und wir entwickeln unser Haus natürlich weiter baulich technisch.

00:13:21: da hilft der Freistaat, da hilft die Stadt auch finanziell.

00:13:25: Die Sanierung der OPs wird im Herbst abgeschlossen sein.

00:13:28: Der dritte Herzkarteter wird dann auch in Betrieb gehen.

00:13:31: Der OP-Roboter Da Vinci wird kommen und damit eröffnen wir auch unseren Patientinnen und Patienten neue operative Versorgungsmöglichkeiten.

00:13:40: Also es geht voran, es geht weiter.

00:13:44: Und das trotz finanziellen Herausforderungen sind aber trotzdem die Dinge, die wirklich sehr positiv zu nennen sind.

00:13:54: Auf jeden Fall respektabel!

00:13:56: Wir haben eine hohe Patientenzufriedenheit, wie wir hören.

00:13:58: Wir haben ein Super-Spirit im Haus, wir haben ein gutes Verhältnis von Patienten zu Personal.

00:14:03: das kann man alles messen und zeigen.

00:14:06: Und gleichzeitig ist es ja so dass in ganz Deutschland allgemein das Vertauen ins Gesundheitssystem schwindet.

00:14:12: Was können Sie den Leuten die so denken eigentlich wird man am besten hier gar nicht mehr krank sagen?

00:14:18: Ist denn in Wirklichkeit alles doch besser?

00:14:20: Ja, also jetzt wollen wir ja gerade nicht jammern.

00:14:23: Aber das Gesundheitssystem in Deutschland finde ich schon... Sie fragen mich halt... Ich finde es steht auf der Kippe und wir müssen aufpassen dass wir da nicht weiter abrutschen.

00:14:32: Es gab mal vor einigen Jahren eine Untersuchung des IFO-Institutes.

00:14:35: die ist jetzt schon wirklich ein bisschen her zwanzig Jahre oder so.

00:14:38: aber grundsätzlich gilt das noch was damals auch festgestellt worden ist.

00:14:41: Das hat zum Ergebnis gehabt dass die Erreichbarkeit in Deutschland unserem Gesundheitssystem eine sehr gute ist.

00:14:50: Dass unser Sozialstaat natürlich, der ja auch immer wieder in der Kritik steht positiv bewertet wird was zum Beispiel Fairness oder finanziellen Belastungen angeht wenn es um medizinische Versorgung angeht.

00:15:03: also die Die Visite, ich war ja mal als Student in Kenia.

00:15:08: Da wurde die Visite Grunde zur Angebotserstellung.

00:15:13: Und da wurde der Patient nicht gefragt wie geht es ihnen sondern er wurde gesagt ihre Nieren sind kaputt sie brauchen Dialyse dreimal die Woche.

00:15:20: das kostet X Euro oder Dollar.

00:15:22: oder weißt du Deuble was?

00:15:23: Haben Sie jemanden der das bezahlen kann?

00:15:26: sonst sind sie halt... in Zweibauer und Tod.

00:15:30: So liefen wir Sieten dort ab, das ist natürlich bei uns nicht so.

00:15:34: also wirklich Fairness der finanziellen Belastung und auch die medizinisch-technische Betreuung in unserem Land ist eigentlich ganz gut aber negativ es fällt halt schon die Kostenseite negativ aus.

00:15:46: Wir geben in Deutschland sehr viel Geld auch im internationalen Vergleich gemessen an unserem Protoinlandsprodukt der Summe aller Güter und Waren, die eine Gesellschaft, ein Land produziert.

00:15:59: Da geben wir sehr viel Geld aus und es scheint nicht zu reichen.

00:16:04: Und insofern müssen wir uns wirklich anschauen, wo können wir uns verbessern?

00:16:09: Wo können wir effizienter werden?

00:16:11: Wir haben lähmend in unserem Gesundheitswesen die Bürokratie.

00:16:17: Die stört uns an allen Ecken und Enden Ein Wahnsinn-Kontrollwahn, der damit verbunden ist.

00:16:23: Man traut uns ja, uns Leistungserbringern auch nicht einen Zentimeter hat man das Gefühl über den Weg alles muss nachgeprüftbar sein und wir liegen extrem zurück in der Digitalisierung.

00:16:37: für manche Menschen natürlich auch erschreckend was dann digital so alles möglich ist.

00:16:42: aber ich sage davor sollten wir keine Angst haben.

00:16:45: wir sollen das als Chancen begreifen In unserem Land momentan schwierig und noch sehr rückschrittlich.

00:16:53: Da verspreche ich mir, und erwarte ich mir in den nächsten Jahren deutliche Zuwächse.

00:16:58: also Es ist Also am besten.

00:17:03: wird man nicht krank da haben sie recht

00:17:04: das sicher.

00:17:06: aber wenn man krank wird dann Haben wir immer noch eine gute medizinische Versorgung in diesem Land.

00:17:13: darauf können stolz sein aber müssen aufpassen

00:17:15: Auf jeden Fall.

00:17:17: Im Vorfeld der Podcast-Aufnahme haben wir gebeten um Fragen direkt an Dr.

00:17:21: Otto, wir haben vier Fragen bekommen die mir jetzt einfach kurz durchgehen.

00:17:26: zum Teil sind sie beantwortet.

00:17:29: Jemand hat uns gefragt welchen Stellenwert hat die Pflege ihrer Meinung nach zb in Hinblick auf die Pflegereform?

00:17:35: Der Stellenwert der Pflege im Hinblick auch zur Pflege?

00:17:37: also ich will mal sagen welche welchen stellen wird hat die pflege für mich unbedingt also für einen sehr, sehr hohen Stellenwert.

00:17:49: Die Pflegekräfte sind rund um die Uhr mit den Patienten und den Angehölten im Austausch in einem Zusammenseiten.

00:18:01: von den Pflegekräften wird ja erwartet, dass sie einerseits hochprofessionell arbeiten.

00:18:06: Das wird eigentlich fast selbst, das wird als Selbstverständlichkeit hingenommen.

00:18:09: und dann müssen Sie auch noch freundlich sein, dann müssen sie auch noch genauer sein, da müssen sie alles dokumentieren, sich um die Logistik kümmern, dann müssten sie vielleicht auch noch Möbelpacker sein und Betten hin- und herschieben... Wir fordern von Pflegekräften wirklich einen Höchstmaß an Einsatzbereitschaft und das machen unsere Kolleginnen und Kollegen mit so viel Herzblut.

00:18:36: Jeden Tag denken dann die Umzüge

00:18:37: usw.,

00:18:38: was wir alles hatten, also wir sind sehr stolz auf unsere Pflegelkräfte insbesondere auch unsere Pflegelkräfte in all ihren Bereichen und deswegen haben sie einen hohen Stellenwert.

00:18:51: und in Sicht der Pflegereform, naja dazu habe ich ausgeführt.

00:18:55: Also man scheint die Rolle... Und das bedauere ich sehr und ich stelle mich damit aller Kraft dagegen, man scheint ein bisschen die Rolle rückwärts zu machen.

00:19:03: Man hat jetzt fünf Jahre aufgebaut und die Pflege wertgeschätzt.

00:19:08: Jetzt hätte es weitergehen dürfen und müssen in diesem Rahmen oder eben moderat in irgendeiner Form vielleicht auch.

00:19:18: Man hätte ja auch andere Konzepte machen können, aber jetzt einfach die Rolle rückwärts zu machen ist uns das alles zu teuer geworden.

00:19:26: Jetzt wollen wir es nicht mehr.

00:19:27: Das macht was mit Menschen und zwar nichts Gutes.

00:19:36: Und so wichtiger ist es dass wir uns da dagegen stellen.

00:19:39: Eine nächste Frage ist, wie wird sich der Wegfall oder wir sprechen ja von Deckelung des Pflegebudgets auf die Finanzierung der Pflege am Klinikum auswirken?

00:19:49: Hatt ich vorhin schon ausgeführt.

00:19:51: Es wird eingefroren.

00:19:53: also es gibt man muss sich das wie ein einmal Wasser vorstellen.

00:20:00: Das sind Euros drin.

00:20:02: damit bezahlen wir heute die Pflege.

00:20:04: das sind Gelder der gesetzlichen Krankenversicherung und den stellen wir jetzt ins Gefrierfach.

00:20:11: Und am ersten, ersten siebenundzwanzig wird er einmal wieder rausgeholt aus dem Gefrierfach dann kommt noch ein Esslöffel Wasser drauf vielleicht auch noch zwei Esslöffelwässerchen oder drei und also es kommt ein bisschen Volumen darauf und das ist der neue Finanzierungstopp für das Jahr sieben und zwanzig.

00:20:34: aber in der Zwischenzeit sollen ja vielleicht neue Bereiche aufgebaut werden.

00:20:39: Es braucht also mehr Pflegekräfte oder es entstehen tarifliche Veränderungen, das heißt die Pflegekraft kommt eine Geldgruppe höher wegen Qualifikationen oder eine Stufe höher wegen Dienstalter und dann kommt noch der Tarif dazu.

00:20:56: Die Gewerkschaft pfeift und trommelt und schwenkt die roten Fahnen und es werden Tarifabschlüsse fällig so dass sodass das Volumen in diesem Eimer schwer wird, auskömmlich zur Ausschüttung für alle reichen wird.

00:21:12: Das ist die Befürchtung, die momentan so vorgesehen ist und deswegen gilt es eben Gespräche zu führen.

00:21:21: wir sind natürlich mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft im Kontakt.

00:21:25: ich habe die Bundestagsabgeordneten hier aus Stadt- und Landkreis Passau zu Gesprächen eingeladen, um zu sensibilisieren dass es so nicht weitergehen kann.

00:21:36: Wir würden also habe ich ja gesagt bei Nachbesetzungen eventuell damit der Eimer Wasser dieser Euro einmal ausreicht wenn nach Besetzung wahrscheinlich zurückhaltender sein müssen.

00:21:49: Eine längere Frage, meine Frage bezieht sich auf das Vorhaben der Bundesregierung und was Sie davon halten.

00:21:54: Wie können wir alle gemeinsam stark bleiben wenn die Regierung Kürzungen beschließen möchte gleichzeitig aber auch eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit fordert?

00:22:03: Meine Frage beziehen sich auf grundlegende Dinge wie Schutz der Arbeitnehmerinnen vor Überlastung Burnout physischen Erkrankungen und vor allem auch die Patientensicherheit.

00:22:12: Ich sehe unser Gesundheitssystem seit und auch vor Corona schon als überlastet.

00:22:16: Eine Besserung ist nicht in Sicht.

00:22:18: Vielen Dank für Ihre persönliche Meinung, diesbezüglich.

00:22:21: Ja zum Gesundheitssystem habe ich ja ausgeführt.

00:22:25: also wir müssen da sehr aufpassen und die Kollegin hat absolut recht, ich teile jeden Satz.

00:22:34: Wir können da sage ich ganz ehrlich als Klinikum Passau sehr wenig machen.

00:22:44: Das meinte ich ja vorhin.

00:22:45: Was aus Berlin kommt, können wir nicht beeinflussen höchstens am Wahlabend ein Stück weit aber auch daher nur sehr bedingt.

00:22:57: Wir können uns allerdings um unsere Prozesse Strukturen, Stimmungsbilder usw.

00:23:04: im Haus kümmern und das sollten wir auch tun.

00:23:07: wie arbeitet man?

00:23:08: Als Team zusammen, wir arbeiten mit den Kollegen zusammen.

00:23:11: Mit anderen Fachabteilungen ja?

00:23:13: Wie arbeitet man mit dem Interprofessionell zusammen also Pflegeerharzt?

00:23:19: Kennen wir das Gebot Fairness, kennen wir das Gebot Rücksicht, können wir aber auch schon die Notwendigkeit Leistung zu erbringen?

00:23:30: wie es wird Leistung von uns... gefordert, was machen wir mit Menschen die nicht so viel leistungsfähig sind?

00:23:35: Was haben wir für Konzepte?

00:23:36: wie gehen wir mit Integration in unserem Haus um ausländischen Kollegen und Kollegen.

00:23:41: Also das sind schon auch einige Dinge, die wir selber in der Hand haben zu gestalten und dazu sollten wir uns auch Zeit und Kraft und die Muße fürnehmen.

00:23:53: Ganz sicher weil es auch die Arbeitsfriedenheit klar beeinflusst.

00:23:58: Ein dauerbrenner Thema Unser Parkhaus.

00:24:00: Werden die Parkgebühren im Parkhaus teuer dafür das Personal im Haus?

00:24:04: Also da will ich nichts ausschließen und kann ja ehrlich sein, will und kann nicht was ausschliessen.

00:24:10: Das ist aktuell.

00:24:11: der berühmte Euro am Tag völlig marktunüblich.

00:24:17: hier war im Januar jüngst ein Artikel-Liebe die Mehrfachturnhalle Und die Auszubildenden, auszubildende Zahlen dort vier Euro jetzt oder vier Euro fünfzig am Tag Mitarbeiter oder den normalen paar Gebühren liegen bei ich glaube einem Euro pro Stunde.

00:24:44: Also wir haben andere Marktpreise ist ganz klar Wir haben einen Bedarf.

00:24:51: auch hier gilt wieder wer bedarf fordert muss es bezahlen.

00:24:55: Wer die Musik bestellt, muss es zahlen.

00:24:57: wenn Mitarbeiter Bedarf fordern und mehr Parkplätze fordern dann nehmen wir das ernst.

00:25:04: aber man kann natürlich nicht erwarten dass es dann ewig und drei Tage bei einem Euro bleibt.

00:25:09: also da kann sich was verändern.

00:25:12: ja Das ist wohl so.

00:25:15: Aber es gibt keine, um das gleich vorweg zu sagen jetzt aktuell keinen konkreten

00:25:18: Pläne.".

00:25:19: Das war Medizin am Mikro mit Klinikums-Werkleiter Dr.

00:25:22: Holger Otto, der auf sein erstes Jahr an der Spitze zurückblickt und auch in die Zukunft geschaut hat.

00:25:27: Wenn Sie weitere Fragen an ihn haben, gerne hier in die Kommentare oder in den Social Media Kanälen des Klinikum stellen!

00:25:33: Wir freuen uns über Reaktionen natürlich über ein abo unseres Podcasts.

00:25:37: Vielen Dank fürs Zuhören und vielen dank für Ihre Zeit Herr

00:25:42: Doktor!

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